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UNO-Bericht: Jeder siebente Mensch lebt mit Behinderung

Eine Milliarde Menschen leben nach Hochrechnungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit Behinderungen. Das heißt, dass jeder siebente den Alltag nur mit Einschränkungen bewältigen kann.
Von ihnen sind bis zu 190 Millionen Menschen wegen besonders schwerer Behinderung dringend auf Hilfe von anderen angewiesen, heißt es in einem gestern in New York veröffentlichten Bericht der WHO und der Weltbank.
„Hürden beseitigen“
Nur wenige Länder gehen demnach allerdings angemessen auf die Bedürfnisse von Behinderten ein. Es ist der erste globale Bericht zu Zahl und Lage von Behinderten und knüpft nach Angaben der WHO an Schätzungen von vor vierzig Jahren an.
„Fast jeder von uns leidet zu einem Zeitpunkt in seinem Leben unter einer Behinderung, ob vorübergehend oder ständig“, erinnerte WHO-Direktorin Margaret Chan in einer Mitteilung. „Wir müssen mehr dafür tun, dass die Hürden beseitigt werden, die Behinderte von der Gesellschaft trennen und oft an ihren Rand drängen.“
Weniger Chancen, höhere Armutsraten
Laut Chan machen nicht nur Hürden wie Stiegen vielen Behinderten das Leben schwer, sondern ebenso die vielfach erlebte Diskriminierung wegen des Leidens. Oft mangelt es an der nötigen Pflege und an passenden Rehamaßnahmen. Fahrzeuge, öffentlicher Nahverkehr und Gebäude sind häufig schwer zugänglich für Menschen mit Behinderung.
Auch der Zugang zu Informationen und vielen Kommunikationstechnologien wie Internet und Telefon sei für sie schwierig. Die Folgen seien eine schlechtere Gesundheit, geringere Bildung und weniger Chancen im Berufsleben sowie höhere Armutsraten. In Entwicklungsländern würden Behinderte durch die Behandlungs- und Lebenshaltungskosten leicht in den finanziellen Ruin getrieben, heißt es in dem Bericht.
Quelle/Source:ORF
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