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Frequently Asked Questions

 

Hier finden Sie eine Übersicht häufig gestellte Fragen und den dazugehörigen Antworten zu Career Moves.

 

Welche steuerlichen Vorteile bringt die Beschäftigung begünstigter Menschen mit Behinderung?

 

Für beschäftigte begünstigte Menschen mit Behinderung sind ArbeitgeberInnen befreit von:

  • Kommunalsteuer (3%), gemäß § 5 Abs 2 lit e KommStG
  • in Wien von der U-Bahnsteuer (DienstgeberInnenabgabe der Gemeinde Wien - EUR 0,72 pro Woche) gemäß § 3c Gesetz über die Einhebung einer Dienstgeberabgabe
  • Beitrag zum Familienlastenausgleichsfonds (4,5%) gemäß § 41 Abs 4 lit e FLAG
  • Wirtschaftskammerumlage 2 gemäß § 122 Abs 7 WKG iVm § 41 Abs 4 lit e FLAG

Leistungen nach dem BEinstG sind von der Einkommenssteuer befreit.

Die Umsätze von blinden UnternehmerInnen sind nach den im BEinStG genannten Vorraussetzungen umsatzsteuerbefreit. Ein Vorsteuerabzug ist dann jedoch nicht möglich.

 

Wer sind begünstigte Behinderte?

Menschen mit einem bestimmten Behinderungsgrad können beim Bundessozialamt den Antrag auf Feststellung der Begünstigten-Eigenschaft stellen. Als begünstigte Behinderte können arbeitsfähige Personen mit Arbeitserlaubnis, die einen Behinderungsgrad von mindestens 50% haben, eingestuft werden.

 

Was passiert, wenn Unternehmen ihre Einstellungspflicht nicht erfüllen?

Unternehmen, die ihre Einstellungspflicht nicht erfüllen, müssen pro nicht besetzte Pflichtstelle Ausgleichstaxe zahlen. Die Überprüfung der Besetzung von Pflichtstellen obliegt dem Bundessozialamt. Die Ausgleichstaxen speisen den Ausgleichstaxenfonds. Aus diesem werden Maßnahmen der beruflichen Integration von Menschen mit Behinderung finanziert.

 

Was ist die Beschäftigungspflicht?

Der österreichische Gesetzgeber verpflichtet Unternehmen ab einer Größe von 25 MitarbeiterInnen, Menschen mit Behinderung einzustellen (BEinstG). Auf 25 MitarbeiterInnen ist jeweils ein/e begünstigte/r Behinderte/r einzustellen.

Die Gesamtzahl der ArbeitnehmerInnen eines Unternehmens wird dabei anhand der bei der Krankenkasse gemeldeten Beschäftigten gezählt. Geringfügig beschäftigte Personen und Teilzeitkräfte werden ebenso gezählt. Begünstigte Behinderte und InhaberInnen von Amtsbescheinigungen werden jedoch nicht gezählt.

Folgende Personen werden doppelt auf die Pflichtzahl angerechnet:

  • Blinde
  • Behinderte Menschen vor Erreichung des 19. Lebensjahres
  • über 19-jährige begünstigte Behinderte, die in einem Ausbildungsverhältnis stehen (Lehrlinge)
  • RollstuhlfahrerInnen
  • Behinderte Personen nach Vollendung des 50. Lebensjahres mit einem Grad der Behinderung von 70% oder mehr
  • Behinderte Personen nach Vollendung des 55. Lebensjahres mit einem Grad der Behinderung ab 50%.

 

Was ist eine Behinderung?

Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung definiert Behinderung als Phänomen, das aus der Wechselwirkung zwischen Menschen mit Beeinträchtigungen und einstellungs- und umweltbedingten Barrieren, die sie an der vollen, wirksamen und gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft hindern, entsteht.

Der österreichische Gesetzgeber (BEinstG) definiert Behinderung als „Auswirkung einer nicht nur vorübergehenden körperlichen, geistigen oder psychischen Funktionsbeeinträchtigung oder Beeinträchtigung der Sinnesfunktionen, die geeignet ist, die Teilnahme am Arbeitsleben zu erschweren.“ Der soziale Aspekt von Behinderung bleibt hier weitgehend unbeachtet.

Es gibt angeborene und erworbene Behinderungen. Unterschieden werden:

  • körperliche Behinderungen
  • intellektuelle Behinderungen
  • Sinnesbehinderungen
  • psychische Behinderungen

 

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